Schuldig im Sinne der Anklage?

Liebe Studierenden der Wirtschaftswissenschaften,

hier eine allgemeine Erklärung zum Zustand des Fachschaftsrates:

Ich möchte euch einmal daran erinnern, dass wir nicht abstrakt sind, wir sind nicht „Der Fachschaftsrat“, wir sind Studenten wie ihr, aktiv zur Zeit circa 3 bis 4 (!). Auch wir wollen im Studium voran kommen, machen Vollzeit-Praktika und Auslandssemester, schreiben und lernen für Klausuren, bewerben uns langwierig für Stipendien und für Bafög. Auch wir haben stressige Nebenjobs, Weißheitszahnoperationen, aufmerksamkeitsbedürftige Familien und viele Freunde die auch ab und zu mal Zeit mit uns verbringen wollen. Auch wir müssen Blumen gießen, Hausarbeiten schreiben, Pakete zur Post bringen, unsere kranken Omas besuchen und ab und zu müssen auch wir duschen, schlafen, essen, putzen und eine Menge mehr. All das kostet Zeit – wie ihr wahrscheinlich wisst.

Ich verstehe, dass einige von euch recht verwundert darüber sind, warum der Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften anscheinend (!) weniger Arbeit leistet, als manch einer für nötig hält.
Die Antwort darauf ist ganz einfach und steht ausführlich im ersten Absatz. Es sind zur Zeit im Fachschaftsrat 3 Mitglieder aktiv. Drei von circa 2000 Studierenden unseres Fachs. Das ist nicht viel. Und vor allem ist es nicht unsere Schuld. Es gäbe eine Menge zu tun, sicherlich. Und auch wir sind traurig darüber, dass viele Sachen nicht angeboten werden können oder Mails spät oder gar nicht beantwortet werden. Wir haben aber schlicht und ergreifend kaum Kapazitäten.

Stets haben wir euch auf unserer Homepage dazu eingeladen im Fachschaftsrat mitzuwirken oder einfach mal bei einer Sitzung vorbei zu schauen. Ich erinnere mich, dass im letzten Jahr genau 2 Personen gekommen sind. Davon ist eine geblieben.
Einige von uns haben im letzten Jahr teilweise über 10 Stunden die Woche im FSR gearbeitet. Nebenbei. Ehrenamtlich! Während der Vorlesungszeit. Und das auch noch mit Nebenjob, mit Klausuren, mit Hausarbeiten, mit Bewerbungen für Praktika und Stipendien, mit Vorbereitungen für Auslandssemester und ab und zu auch mit Familien- oder Beziehungsstress. Die Liste wäre noch viel länger. Auch wir haben unsere kleinen Problemchen und manchmal haben wir auch einfach mal keine Lust.

Es ist leicht von anderen Leuten zu fordern, dass sie doch bitte dies oder das machen sollten. Es wäre mutiger vorbei zu kommen und selber „zu machen“.
Wenn ihr also dazu bereit seid zu machen oder das wenigstens zu versuchen, wenn ihr eure Hilfe anbieten wollt, dann wisst ihr ja an welche Email-Adresse ihr euch wenden könnt und seid herzlich willkommen. Und diesmal bekommt ihr dann ganz bestimmt eine schnelle Antwort.

Viele Grüße
Juler für den Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften

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